Seminar der Klingberger Reihe
23.-25. September 2011
1985 hatten die Unitarier auf ihrer Hauptversammlung in Hamburg den Beschluss gefasst, den
Umweltschutz als Grundrecht in Artikel 2 des Grundgesetzes (GG) aufzunehmen. Das Ziel haben
wir auch mit Unterstützung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW)
nicht erreicht, aber immerhin wurde 1994 der Schutz der Lebensgrundlagen als Staatsziel in Artikel
20a GG aufgenommen: „ Der Staat schützt auch in Verantwortung für künftige Generationen die
natürlichen Lebensgrundlagen...“.
Wer hätte je gedacht, dass diese Staatszielbestimmung im Angesicht der letzten Reaktorkatastrophe
von Fukushima eine schwarz-gelbe Koalition so ergrünen lassen würde. Es wird plötzlich eine
Ethikkommission bemüht, um einen Ausstieg aus der Atomenergie unter Gesichtswahrung
voranzubringen. Aber diese Reparaturarbeiten reichen nicht aus.
Unser gesamtes Erziehungswesen muss umgestellt werden auf eine weltbürgerliche Erziehung, die
die Grenzen unseres Raumschiffes Erde in den Mittelpunkt stellt. Technische Prozesse müssen im
Einklang mit diesen Grenzen stehen. Und all dies ist möglich ohne Komfortverzicht.
Die anstehenden höchstrichterlichen Entscheidungen zur ständigen Verletzung des GG durch heute
verantwortliche Politiker und Industriekapitäne werden unsere Demokratie in Richtung stärkerer
Bürgerbeteiligung ändern. All diese Zusammenhänge wollen wir in dem Seminar vom 23.-
25.9.2011 in Klingberg unter obigem Thema aufarbeiten und Mut machen, diesen Weg weiter zu
gehen.
Thesen:


