Der Gewaltfreien Kommunikation begegnete ich 2003 im Rahmen meiner Masterarbeit zum Thema „Das Glück in den Wirtschaftswissenschaften“. Die Auseinandersetzung mit einer lebensdienlichen Ökonomie führte mich zu der grundlegenden Frage, wie wir unsere Möglichkeiten so nutzen können, dass wir ein erfülltes Leben führen und ein tragfähiges, respektvolles Miteinander mit uns selbst, mit anderen und unserer Umwelt gestalten. Heute analysiere ich keine Märkte, sondern arbeite als Trainerin, systemische Prozessbegleiterin und Mediatorin in Organisationen und in der Erwachsenenbildung.
Mich fasziniert, was Menschen innerlich antreibt und wie aus Selbstklarheit neue Handlungsspielräume und Lebendigkeit entstehen können. Die Gewaltfreie Kommunikation ist für mich Haltung und Praxis zugleich, eine Einladung zu bewusster Selbst- und Fremdwahrnehmung, zu Selbstverantwortung und zu verbindender Kommunikation. Konflikte und Spannungen verstehe ich als Entwicklungschancen und als Aufforderung, Beziehungen zu klären und einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst und mit anderen zu entwickeln. In meiner Arbeit verbinde ich GFK mit systemischer Prozessbegleitung sowie erfahrungs- und naturorientierten Methoden. Bildungsurlaube wie diesen schätze ich als wertvolle Möglichkeit, Abstand zum Alltag zu gewinnen, innezuhalten, ehrlich zu reflektieren und ohne Optimierungsdruck neue Wege zu erproben. Mir ist wichtig, dafür einen vertrauensvollen, wertschätzenden Rahmen zu schaffen, in dem persönliche Erfahrung, Austausch und praktisches Üben gleichermaßen Platz haben. Ich arbeite auf Augenhöhe, mit Herz und Humor, manchmal auch achtsam unbequem mit Respekt vor individuellen Grenzen und Tempi.
